Wie eine Produktions-Geschäftsführerin ihr Geschäft während dieser Pandemie umwandelt

Ich glaube, dass wir während dieser Gesundheitskrise die besten Praktiken teilen und voneinander lernen müssen. Ich habe vor kurzem mit Asma Ishaq gesprochen, einer visionären CEO im Bereich Direct-to-Consumer (direkt an den Verbraucher), die, wie sie es nennt, eine „Gründermentalität“ nutzt und damit erfolgreich sämtliche Herausforderungen meistert. Als ich sie nach ihrer Führungsrolle während dieser Pandemie fragte, sprach sie davon, dass „Kommunikation und guter Wille das Schiff dieses CEO auf Kurs halten“. In diesem Artikel gibt Asma wichtige Einblicke für alle Führungskräfte.

Robert Reiss: Welche Geschäftspraktiken wenden Sie zum Schutz Ihrer Mitarbeiter an?

Asma Ishaq:Unsere Praktiken sind auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter ausgerichtet, und Modere arbeitet – als Branche – mit anderen Unternehmen zusammen und leistet in dieser Zeit seinen Beitrag. Im Hinblick auf den Schutz unserer Mitarbeiter – wir beschäftigen schließlich Mitarbeiter in zehn Einrichtungen auf vier Kontinenten – haben wir strenge Maßnahmen eingeführt, um die lokalen Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 in jeder Region widerzuspiegeln. In den USA, Japan, Australien und Europa haben wir das Homeoffice eingeführt. In unserem Hauptsitz in den USA haben wir einen Tag dafür aufgewandt, allen Mitarbeitern ihre Arbeitscomputer zu Hause einzurichten, sicherzustellen, dass sie über eine korrekte ergonomische Anleitung verfügen und Mitteilungen zu Sicherheitserinnerungen und relevante Updates posten. Für Mitarbeiter, die nicht in der Lage sind, zu Hause zu arbeiten, da ihre Arbeitskraft bei Herstellung oder Versand unerlässlich ist, haben wir bewährte Verfahren zur Arbeitssicherheit in Bezug auf COVID-19 integriert, einschließlich geteilter Schichten, damit sich weniger Personen gleichzeitig in unserer Einrichtung aufhalten, ohne unsere Bestände oder Lieferungen zu gefährden. Wir haben Maßnahmen umgesetzt, die unseren Mitarbeitern mehr Flexibilität bieten, sich selbst und ihre Familien zu versorgen. Darüber hinaus ist unser Unternehmen in Bezug auf unsere unabhängige Vertriebsorganisation und die technologisch unterstützte Interaktion mit Kunden zukunftsweisend. Im Hinblick auf die verantwortungsbewusste Branchenführung von Modere arbeiten wir mit anderen Unternehmen zusammen, um die Bedürfnisse während dieser Krise besser zu verstehen, und passen die Fertigung an, um uns auf Produkte zu konzentrieren, an denen es mangelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reiss: Wie erfinden Sie Ihr Geschäft während dieser Krise neu?

Ishaq: Während dieser Zeit der Krise unterstützen wir unsere Millionen treuer Kunden dabei, dass sie unsere Produkte regelmäßig weiter kaufen können. Viele Personen nutzen Smartship (unser automatisches Lieferprogramm) und verlassen sich auf unsere Gesundheits-, Haushalts- und Körperpflegeprodukte, um ihre Gesundheit zu verbessern und gesund zu bleiben. In Nordamerika, wo sich die ersten wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise zeigen, gewähren wir größere Rabatte auf all unsere Produkte, um die finanziellen Einschränkungen dieser Pandemie auszugleichen. Wir weiten ähnliche Programme auf unsere Regionen weltweit aus – so erwidern wir das Vertrauen unserer Kunden in unsere Marke sowie die Loyalität zu unserer Marke, während sie weiterhin die Produkte nutzen können, die sie lieben. Wir haben eine überwältigende Reaktion erhalten, die darauf hinweist, dass diese Geste das Vertrauen unserer Kunden in unsere Marke bestärkt hat. Darüber hinaus produzieren wir mehr Produkte, für die wir eine exponentielle Zunahme der Nachfrage sehen, wie z. B. Artikel, die von immununterstützenden Nahrungsergänzungsmitteln bis zu Haushaltsreinigern reichen. Gleichzeitig verfolgen wir weiterhin die Forschung und Entwicklung neuer Produkte in unserer Pipeline, da wir den Wechsel zur Normalität voraussehen. Wir müssen auf die Zukunft vorbereitet sein und der heutigen Lage nicht erlauben, unser Innovationsbestreben zu stoppen.

Reiss: Welche Erkenntnisse haben Sie zur virtuellen Arbeit?

Ishaq:Für uns ist es nicht selbstverständlich, dass das virtuelle Arbeiten jedem in die Wiege gelegt wurde. Unser Management ist entschlossen, bewährte Praktiken umzusetzen, um unsere Mitarbeiter vor der Ausbreitung des Virus zu schützen. Dennoch sorgen wir uns auch um ihre mentale Gesundheit während dieser unvorhergesehenen Krise. Schon Furcht und Ungewissheit alleine können Menschen in jeder Funktion belasten, und in einer neuen isolierten Umgebung wird dieser Druck verstärkt. Die Festlegung klarer Erwartungen ist eine wichtige Methode, um die Menschen auf dem Boden der Tatsachen zu halten. Wir haben jeden, der von zu Hause aus arbeitet, eine Vereinbarung unterzeichnen lassen, die ihre Verantwortlichkeiten verdeutlichen und ihnen dabei helfen solle, eine „zurück zum Tagesgeschäft“-Mentalität zu pflegen. So kann unser Geschäft unseren Kunden auch weiterhin den bestmöglichen Service bieten. Ich finde, dass Videokonferenzen (statt Telefonkonferenzen) mit unserem internen Team unabdingbar sind – sie ermöglichen eine sichtbare Verbindung und unterstützen ein Gemeinschaftsgefühl unter Kollegen, das ein Telefonat nicht leisten kann. Vor kurzem haben wir alle unsere Home-Workstations/Niederlassungen in unserer Intranet-Gruppe veröffentlicht, und alle waren absolut begeistert, ihre Kollegen in ihrer persönlichen Umgebung zu sehen. Unsere Abteilungen/Teams führen täglich einen Videoanruf durch, und jede Woche organisiere ich eine Zoom-Besprechung mit der erweiterten Führungsebene sowie eine weitere mit allen Mitarbeitern, bei der wir Aktuelles aus dem Unternehmen besprechen und alle Fragen beantworten. Mehr als je zuvor ist dies die Zeit für die Führungskraft.

Reiss: Verfügen Sie über beste Methoden zur Kommunikation?

Ishaq: Interessanterweise wissen Kunden nicht, ob E-Commerce-Unternehmen wie unsere „geöffnet“ sind. Da soziale Distanzierung viele Unternehmen dazu veranlasst, zu schließen, verallgemeinern und glauben sie, dass alles geschlossen ist. Es ist daher wichtig, immer wieder zu kommunizieren und häufige Updates zu geben. Alle paar Tage senden wir eine CEO-Botschaft an unsere Vertriebskräfte und unsere Kunden und versichern ihnen, dass unser Unternehmen normal operiert und dass unsere Bestellungen ohne Verzögerung geliefert werden. Ich organisiere auch einmal wöchentlich eine Facebook Live-Sitzung, um ihnen die Gewissheit zu geben, dass wir uns zum ununterbrochenen Service verpflichtet haben, aber transparent sein werden, wenn sich etwas ändern sollte. In Zeiten wie diesen ist es wichtig, sichtbar, zugänglich und kommunikativ zu sein – aus der ersten Reihe zu führen, ist eine tägliche Übung. Eine Mitteilung an die Kunden oder das Team reicht hier nicht aus.